Gesundheitsapps auf Kassenrezept


Von Rückenschmerz bis Tinnitus
Gesundheitsapps auf Kassenrezept

Wer unter Arthrose leidet, Schlafprobleme hat oder gegen Übergewicht kämpft, bekommt jetzt digitale Hilfe auf Kassenrezept: Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM hat mehrere Gesundheitsapps für gut befunden und in die Erstattung aufgenommen.

5 DiGAs stehen bereit

Ob Kalorien zählen, zur Fitness antreiben oder an Vorsorgetermine erinnern — Gesundheitsapps können auf vielen Gebieten hilfreich sein. Das hat auch dasBfArM erkannt und inzwischen mehrere Anwendungen geprüft und für gut befunden. Folgende fünf digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gibt es bei entsprechender Diagnose aktuell auf Kassenrezept.

  • „somnio“ hilft bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen, die keine organische (körperliche) Ursache haben. Inhalt sind die Empfehlungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie wie beispielsweise die Optimierung von Schlafzeiten und der Umgang mit schlafhindernden Gedanken. Die Anwendung gibt es für den Computer und als App für Smartphones und Tablets. Ohne Rezept kostet sie 464,00 Euro, die vorgesehene Mindestanwendungsdauer beträgt 90 Tage. Wer möchte, kann auch einen (nicht erstattungsfähigen) Schlaftracker mit einbinden.
  • „Vivira“ ist für Patient*innen mit unspezifischen Kreuz-, Hüft- und Knieschmerzen und/oder Arthrose gedacht. Die bewegungstherapeutische App bietet täglich 4 Übungen, die sich in Intensität und Komplexität individuell an die Nutzer*in anpassen. Außerdem bietet sie Bewegungstests und macht Fortschritte im Training sichtbar. Die Anwendungsdauer beträgt 90 Tage, die Kosten ohne Rezept belaufen sich auf 239,37 Euro.
  • „zanadio“ ist eine App für stark Übergewichtige (Adipöse mit einem BMI > 30). Sie hilft, langfristig das Gewicht zu reduzieren. Sie soll mindestens 6 Monate angewendet werden. Die App wurde vom BfArM zunächst für 12 Monate zur Erprobung aufgenommen. Bewährt sie sich, soll sie dauerhaft gelistet bleiben. Sie kostet ohne Rezept 499,80.

Weitere vom BfArM gelistete DiGAs sind die App „Kalmeda“ für Menschen mit Tinnitus und die App „velibra“ für Patient*innen, die unter einer Angststörung oder einer Panikstörung leiden.

Wie kommt man dran?

Die Gesundheitsapps werden von der Ärzt*in verordnet. Wer seiner Krankenkasse einen Nachweis über die entsprechende Diagnose vorlegen kann, erhält die DiGA in der Regel auch ohne ärztliche Verordnung kostenfrei. In jedem Fall ist Rücksprache mit der Krankenkasse angebracht. Gelistet sind die aktuell zur Verfügung stehenden Apps auf im DiGA-Verzeichnis des BfArM.

Quelle: BfArM

Unsere Kundenkarte

News

Früher mit dem Zukleben starten

Kleiner schielender Junge in Großaufnahme.

Sehschärfe beim Schielen retten

Erst vier bis sechs Monate Brille tragen und dann das gesunde Auge abkleben – das ist die Strategie für die meisten Schielkinder. Doch offenbar entwickelt sich die Sehschärfe besser, wenn man deutlich früher mit dem Zukleben beginnt.   mehr

Hochdruck behandeln beugt Demenz vor
Hochdruck behandeln beugt Demenz vor

Therapietreue lohnt

Einen erhöhten Blutdruck zu senken schützt nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall: Wer als Hochdruckpatient*in seinen Blutdruck konsequent im Griff hat, hat ein geringeres Risiko, an einer Demenz zu erkranken.   mehr

Wie Babys sicher schlafen
Wie Babys sicher schlafen

Auch im Krankheitsfall

Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie eine neue Studie zeigt.   mehr

Peptide zum Selbstspritzen
Peptide zum Selbstspritzen

Gefährlicher Trend

Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen reichen vom Muskelaufbau bis zur mentalen Leistungssteigerung. Ein riskanter Trend.   mehr

Lungenkrebsscreening für Rauchende
Lungenkrebsscreening für Rauchende

Soll im April losgehen

Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf Kassenleistung. Das wird ab April 2026 endlich anders – zumindest für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im März

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Schmerzen lindern, Schlaf verbessern

Chronische Schmerzen, die sich am ganzen Körper ausbreiten, Schlafstörungen und Erschöpfung - Fibrom ... Zum Ratgeber
Benediktus-Apotheke
Inhaberin Andrea Grimm
Telefon 0211/55 23 93
Fax 0211/55 67 30
E-Mail benediktus-apotheke@t-online.de