Koffeinkick für volles Haar?


Haarwuchsmittel unter der Lupe
Mann mit Stirnglatze betrachtet seinen HAaransatz im Spiegel. Bei manchen Männern begibnnt der hormonbedingte Haarausfall schon früh..
docent/Shutterstock.com

Erblich bedingter Haarausfall ist weit verbreitet. Viele Betroffene versuchen, mit Koffeinshampoo gegen die Geheimratsecken und die Halbglatze anzugehen. Doch wirken die Mittel überhaupt?

Haarausfall oft erblich bedingt

Erblich bedingter Haarausfall ist ein häufiges Problem: Bis zu 80% der Männer und 50% der Frauen leiden darunter. Die Anzahl der Betroffenen steigt mit dem Alter an. In einigen Fällen sind aber auch schon Jugendliche von dem Haarverlust betroffen. Wo genau die Ursache für den erblichen Haarausfall liegt, ist noch nicht endgültig geklärt. Am ehesten ist das Hormon Dihydrotestosteron verantwortlich. Es ist eng verwandt mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron und beeinflusst die Haarwurzel. Je nach genetisch bedingter Empfindlichkeit der Haarwurzel, ist der Haarausfall unterschiedlich ausgeprägt.

Ergebnisse aus dem Reagenzglas

Neben Medikamenten wie Finasterid oder Minoxidil bewerben Hersteller auch Shampoos oder Tinkturen mit Koffein als wirksames Mittel gegen Haarausfall. Denn in Laborstudien hat sich Koffein als Haarwuchsmittel bewährt. Es fördert zum Beispiel die Durchblutung und damit die Versorgung der Haarwurzel mit Nährstoffen. Die Erkenntnisse stammen jedoch aus Studien, bei denen einzelne Haarfollikel im Reagenzglas beobachtet wurden. Die Ergebnisse sind deshalb nicht ohne weiteres auf das Haar auf dem Kopf Menschen übertragbar.

Aussagekräftige Studien fehlen

Ob Koffein auch praktisch wirkt, ist noch nicht geklärt. Nur eine Studie, die nach strengen wissenschaftlichen Regeln durchgeführt wird, könnte die Wirksamkeit des Koffeins beweisen. Bisher gibt es aber nur Studien, die erhebliche Mängel bei der Durchführung aufweisen. Dadurch könnten die Ergebnisse verzerrt oder sogar falsch sein. In der Leitlinie zur Behandlung des erblichen Haarausfalls für Ärzt*innen wird Koffein deshalb noch nicht empfohlen. Ob Koffein in eine aktuellere Version der Leitlinie aufgenommen wird, bleibt abzuwarten.  

Quellen: Medizin transparent, Kische et al. 2017, Dressler et al. 2017, Leitlinie

Unsere Kundenkarte

News

Lungenkrebsscreening für Rauchende
Lungenkrebsscreening für Rauchende

Soll im April losgehen

Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf Kassenleistung. Das wird ab April 2026 endlich anders – zumindest für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Schwangere sollten Jod einnehmen
Schwangere Frau bei der TAbeltteneinnahme. Jod ist einer der Mineralstoffe, die in der Schwangerschaft unbedingt ausreichend zu Verfügung stehen sollten.

Schon vor der Empfängnis starten

Schwangere brauchen vermehrt Jod – und das am besten schon vor der Empfängnis. Jodreiche Ernährung reicht für die Versorgung meist nicht aus. Expert*innen empfehlen deshalb, das Spurenelement in Form von Tabletten einzunehmen.   mehr

Zu müde für Sport?
Zu müde für Sport?

Aktiver mit Kaffee und Tee

Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des Koffeins zurück.   mehr

Haferkur gegen hohes Cholesterin
Haferkur gegen hohes Cholesterin

Messbarer Effekt

Haferkuren wurden schon in früheren Zeiten bei Diabetes empfohlen. Nun hat eine Studie untersucht, ob eine 2-tägige Haferdiät auch den Cholesterinspiegel senken kann.   mehr

Medikament verzögert Typ-1-Diabetes
Medikament verzögert Typ-1-Diabetes

Vor allem Kinder profitieren

Ein Typ-1-Diabetes muss immer mit Insulin behandelt werden. Es sei denn, man erkennt ihn schon im Frühstadium: Dann kann man mit einem neuen Antikörper die Entwicklung der Erkrankung um etwa 2 Jahre aufhalten – und damit auch erst einmal das Insulinspritzen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im März

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Schmerzen lindern, Schlaf verbessern

Chronische Schmerzen, die sich am ganzen Körper ausbreiten, Schlafstörungen und Erschöpfung - Fibrom ... Zum Ratgeber
Benediktus-Apotheke
Inhaberin Andrea Grimm
Telefon 0211/55 23 93
Fax 0211/55 67 30
E-Mail benediktus-apotheke@t-online.de